Via Regia

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Stadt und Hauptstraße am Fuße der Burg

Die seit dem frühen Mittelalter bekannte “via regia” (Königsstraße oder Hohe Straße) verlief aus Frankreich kommend über Erfurt weiter nach Polen und Rußland. Diese bedeutende europäische West- Ost- Handelsstraße durchquerte von altersher den burgbewehrten Einschnitt von Eckartsberga.

Nach der Verleihung des Stadtrechtes an Eckartsberga am Ende des 13. Jahrhunderts entwickelte sich die Kleinstadt zu einer für Jahrhunderte wichtigen Zoll- und Geleitstation. In einer Ergänzung der Erfurter Geleitstafel von 1441 hieß es, daß alle Güter, die aus “Nyderland komme, Eysenach und Creutzburg berüren und fert nach Leiptzigk... müssen alle auf die hohen strassen... Erffurtdt, Buttelstdt und Eckersberk pleiben.”

Im Jahre 1593 passierten 12.919 Pferde die Stadt und ein Jahr später sogar 13.360 Pferde. Zwei Jahrmärkte alljährlich machten die Stadt zusätzlich wirtschaftlich anziehend. 1818 wurde Eckartsberga Hauptzollamt. Der Anschluß an den europäischen Verkehr verlor sich mit dem Bau der Eisenbahn, deren Hauptstrecken an Eckartsberga vorbeiführten.

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